jungle book

by Sophi


Im Endeffekt unterscheidet sich das Leben in der Großstadt in vielerlei Hinsicht nicht sonderlich von dem in der Wildnis. So hat es zumindest manchmal den Anschein. Auch wenn man sich den Weg nicht mit einer Machete durch meterhohes Gewächs bahnen muss, so ist es teilweise doch ein Kampf seinen Weg zu finden, um ihn im nächsten Moment nicht gleich wieder zu verlieren . Tausende von Ablenkungen bieten sich hier und immer wieder kreuzen Schlangen den Weg, die versuchen einen am Weiterkommen zu hindern, indem sie einen in Versuchung führen. Anderseits bieten sich gleichzeitig unzählige Möglichkeiten was Kultur, Kulinarische Reisen und Freizeitgestaltung angeht und man kann somit jeden Tag ein neues Gesicht seiner Stadt entdecken, immer wieder in eine andere Welt reisen oder gleich mehrere hintereinander besuchen. Morgens gerade vom Yogitrip aus Goa zurück, zieht es einen vielleicht nach „LittleNapoli“ in die „Bar Centrale“ auf einen Americano. Mittags dann zum Lunch in Vietnam und am nächsten Abend weiter nach Indien, Neu Delhi. Mhmm. Namaste. 

Gut das die Rückreise mit der U-Bahn in diesem Fall nur einige Minuten Zeit in Anspruch nimmt. Wundervoll, so ein kleingestricktes Netz von unterschiedlichen Verkehrsmitteln die einen fast durchgehend 24/7 an sein Ziel bringen. 

Dass ich eine Großstadtmieze bin, zeichnete sich schon ziemlich früh ab und ich fühlte mich in keiner westlichen Metropole jemals verloren. Lieber ein kleiner Fisch im großen Teich, als ein großer Fisch, der auf der Stelle schwimmt weil er sich auf Grund des Andrangs kaum bewegen kann. Die Option zur Anonymität, die sich hier bietet ist nur ein weiterer positiver Aspekt für mich. Wenn man will kann man in einer Stadt egal wie groß sie auch ist, immer in den selben Kreisen verweilen, aber im Unterschied zu kleineren Städten ist es möglich ihnen auch von Zeit zu Zeit zu entfliehen. Als Anlaufstelle für Menschen aus aller Welt entsteht ein buntes Wirrwarr, dass gleichzeitig viel Platz für Vielfältigkeit, Kreativität und Freiheitsgefühl bietet. Umso wichtiger ist eine sichere Base, gewohnte Anlaufstellen und ein paar gleichgesinnte Artgenossen, die dafür sorgen, dass man sich wenn notwenig für einige Zeit zurück ziehen kann. So umgeht man auch das bekannte Großstadtfieber und die damit einhergehende Gefahr den Kopf zu verlieren. 

Die Liebhaber kleinerer Lebensräumen sollten aber keinesfalls abnehmen. Es wäre furchtbar schade, wenn dadurch unsere Artenvielfalt verloren ginge, denn genau diese macht unsere Welt so einzigartig.

2015-10-15 04.10.18 1.jpg
  coat H&M pants H&M pull Zara sunglasses JeanPaulGaultier clutch Vintage shoes Prada

 

coat H&M

pants H&M

pull Zara

sunglasses JeanPaulGaultier

clutch Vintage

shoes Prada