That´s Amore

by Sophi


Dolci, Dolce Vita, Dolce&Gabbana, Dolce Far Niente, alles Dolce, Dolce, Dolce. Bella Italia, eine ganz eigene Welt und was für eine wunderschöne. Die Deutschen haben Italien schon immer geliebt. Vielleicht gerade weil diese zwei Länder unterschiedlicher nicht sein könnten. Während die Einen stets das Haar in der Suppe suchen, scheint bei den Anderen immer alles „molto bene" zu sein. Das Selbstbewusstsein der Italiener und die Liebe zu ihrem Land scheint so groß zu sein, dass jeder Fremde nicht kritisch beäugt, sondern mit offenen Armen willkommen geheißen wird, ganz nach dem Motto, komm ich zeige dir, wie toll meine Welt ist. Und wo könnte dieses Gefühl besser zu finden sein als in der Hauptstadt der Liebe, des guten Essens und der Lebensfreude: Neapel. 

Gerade erst aus dem Paradiso zurückgekehrt, vollkommen verzaubert, schwebe ich sobald meine Gedanken gen Süden schweifen, jetzt noch à la Dean Martin mit den Füßen auf einer Wolke, zehn Zentimeter über dem Boden. Kein Wunder hat es mich einiges an Überwindung gekostet am Aeroporto di Capodichino in den Flieger zurück ins vergleichsweise graue, trübe Deutschland zu steigen. Mit Händen und Füßen habe ich mich im DutyFree-Shop noch an die Limoncellofalschen geklammert, aber als der Flugbegleiter mich dann mit einem herzlichen „Grüß Gott“ in Empfang nahm, wusste ich, ich bin zurück auf dem Boden der Realität. 

Meine Reise begann in Capri. Capri. Eine kleine güne Insel, die mir schon seit Jahren im Kopf herum spukte. Doch keine Bilder, Filme oder Bücher können ansatzweise beschreiben wie schön dieser kleine Fleck im Golf von Neapel ist. Der mir bis dahin schon gekannte Begriff „fine del mondo“ ( auf deutsch „Ende der Welt“) bekam hier für mich eine ganz neue Bedeutung. Ein grüner Urwald, mit weißen Häuser dazwischen verstreut, auf beige Felsen gebaut, die am Rande senkrecht in azurblaues Wasser fallen. Blind könnte man hier werden vor lauter Schönheit. Besonders abends nachdem die Massen an Touristen die Insel mit der letzten Fähre verlassen haben, legt sich eine angenehme Stille über Capri Stadt, auch weil hier in den kleinen Gassen zwischen den Häusern kein Platz für Autos ist. 

Kaum größer könnte der Kontrast zum mediterranem Paris gegenüber am Festland sein. Napoli. Hier kommt es einem so vor, als wenn sich alles, aber auch alles auf der Straße abspielt. Durch das enge Strassennetz drängen sich hunderte von Menschen, Vespas und Autos. Und auch wenn es alle zwei Minuten nur haarscharf zur keinem Zusammenstoß dieser Elemente kommt, so stellt man nach den ersten Schrecksekunden fest, dass es sich bei dem Ganzen um ein durchaus geordnetes Chaos handelt. 

Bis dato hielt ich den Mythos um die napolitanische Pizza für eine maßlose Übertreibung. Was soll da schon groß den Unterschied ausmachen, Wasser ,Mehl, Hefe, Ofen…basta. Aber wie beim Caffè musste ich auch hier feststellen, wer es nicht selbst geschmeckt hat, sollte besser den Mund halten. Das Ergebnis ist, dass ich von nun an nie wieder ein Stück Pizza oder eine Tasse Caffè in Deutschland genießen kann. Bravo! Und während die Stadt sich in goldenes Licht taucht, strömen immer mehr Menschen nach draußen, bis irgendwann kein Auto mehr durch das Meer von Menschen kommt. 

Ein anderer Fluchtweg aus dem Getümmel der Stadt führt zu einem weiteren Goldstück Italiens, der Amalfitana, die Südküste der Sorrentinischen Halbinsel. Während Amalfi selbst in hellem Creme und Weiß erstrahlt, zeichnet sich Positano durch seine gelben, orangen und rosaroten Häuser aus, die wie durch Magie übereinander gesetzt an den steil abfallenden Felsenwänden hängen. 

Positano. Ein Traum wird wahr. Nicht ohne Grund dient die Stadt als Motiv zahlreicher Künstler, die versuchen dieses Kunstwerk auf ihrer Leinwand festzuhalten. Immer wieder habe ich bei deren Betrachtung gedacht: Genau da, an diesem Strand will ich stehen und mit meinen eigenen Augen hoch in das Meer von Farben blicken. 

Bei dem Gedanken daran, wie ich bei Sonnenuntergang meine Füße ins Wasser streckte, kann ich auch jetzt noch nicht ganz fassen, dass ich das Privileg hatte an einem solch zauberhaften Ort sein zu dürfen. Dieser erste richtige Versuch, war wie der erste Biss von meinem Cannolo, der Beginn einer großen Liebesgesichte und dem damit einhergehenden Versprechen zurückzukommen, mit Hunger auf mehr!

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