star wars

by Sophi


So wie meine Mutter, haben auch die Männer der Familie einen großen Beitrag dazu geleistet mir die wesentlichen Dinge des Lebens zu vermitteln. Noch bevor ich den Namen dieses deutschen Unternehmens überhaupt buchstabieren konnte, hatte ich schon verinnerlicht, dass das einzig wahre Automobil einen dreizackigen Stern auf der Motorhaube trägt und man hier von wahrer Qualitätsware sprechen könne, was auch immer das sein sollte.  Altersbeschränkungen wurden generell als Nonsens abgetan und so hatte ich bis zu meinem sechsten Lebensjahr, jede bis dahin erschienene StarWars Episode mit Begeisterung gesehen und musste zu meinem Bedauern feststellen, dass keine meiner Freundinnen diese Leidenschaft mit mir teilte oder auch nur verstand was es mit Darth Vader, Luke Skywalker und Prinzessin Lea auf sich hatte.  Auch im wahren Leben lernte ich den Krieg der Sterne auszufechten, wie das unter Geschwistern nun mal so üblich ist und entwickelte meinen eigenen Überlebensstil mit dazu geeigneten Waffen, ohrenbetäubendes Sirenengeschrei noch bevor es überhaupt wehtut, Krokodilstränen auf Knopfdruck und Bambi-Augen, die jeden großen Bruder zum Schmelzen bringen. Bis heute verdanke ich diesen „ Schlachten“, inzwischen meist in Form von diplomatischen Verhandlungen, vieles meiner Persönlichkeit. Und anderseits muss man sagen, dass ein großer Bruder, wenn es darauf ankommt, sofort sein Schild vor einen stellt und plötzlich nicht mehr gegen dich sondern mit dir zusammen gegen den Rest der Welt kämpft. Ein Crashkurs zu den wichtigsten Regeln des Fußballs war natürlich unvermeidlich. Gehört nun mal zur Allgemeinbildung. Jeden Sonntag ging es dazu auf den Kicker-Platz, wo man mir dann mit wachsender Verzweiflung zu erklären versuchte, dass ich den Ball nicht mit der „Picke“ spielen solle sondern mit dem Spann. Mir war’s egal, und nach dem Motto jetzt erst recht, hab ich immer schön weiter mit der Fussspitze auf den Ball eingedroschen. Wer nun daraus schließt, ich wäre eins der Mädchen gewesen, die auf Bäume klettern, sich lieber wie ein Junge anziehen, Zelten gehen und die Farbe Pink verabscheuen liegt vollkommen falsch. Ganz im Gegenteil, schon in dem zarten Alter von vier Jahren musste mir mein armer alter Herr versprechen, dass er mir einen Prinzen sucht, weil dass nun mal der einzige Weg ist, den Berufszweig Prinzessin einzuschlagen. Unschwer zu erraten, dass Lady Di damals mein großes Vorbild war. Zudem war ich stolze Besitzerin einer ganzen Barbie Kolonie, trug Kleidchen zu jeder Gelegenheit und durchlebte natürlich auch die damit einhergehende, klassische Pink-Phase, die schon viele Generationen von Eltern in den Wahnsinn getrieben hat. 

Viel hat sich seitdem verändert und manches überhaupt nicht, so freue ich mich auch heute noch, wenn wieder mal ein StarWars Marathon startet, ich mit meinen Boyz auf dem Sofa sitze und die Macht in diesem Moment mit uns ist.  

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