indian summer

by Sophi


Da der Sommer hierzulande in der Regel im wahrsten Sinne des Wortes, ins Wasser fällt, haben sich die meisten auch nach drei Wochen nach Beginn der Hitzewelle immer noch nicht an diesen Ausnahmezustand gewöhnt. Während sich die Temperaturen konstant über 30 Grad Celsius halten und ausschließlich der Anteil der Luftfeuchtigkeit variiert, fühlt man sich zeitweise als würde man in einem Dampfgarer sitzen. Gerade frisch aus der eiskalten Dusche geklettert, erwischt einen schon der nächste Wärmeschub, so dass man vielmehr das Gefühl hat, man hätte grad einen zweistündigen Marathonlauf hinter sich. Das Positive daran ist, dass dadurch das Gefühl entsteht 24 Stunden am Stück Work-outs zu praktizieren. 

Was die Garderobe angeht, sind die Möglichkeiten ziemlich schnell ausgeschöpft. Jeder Fetzen auf der Haut scheint zu viel, sehr zur Freude der männlichen Geschlechts. Während ein paar wenige glückliche Menschen Zuflucht in den unterschiedlichen Szenebädern der Stadt suchen können, muss der Rest trotz gefühlten 45 Grad ihren ganz normalen Arbeitstag hinter sich bringen. Da kann man nur hoffen, dass am Arbeitsplatz eine Klimaanlage vorhanden ist, ansonsten kann das Ganze ziemlich schnell kritische Zustände annehmen. Die Schlafenszeit verkürzt sich unter den Umständen um die Hälfte, nicht nur weil man sich in den Nächten im Bett, wie ein Lamm am Spieß dreht, sondern auch der schöne Umstand, nach der Arbeit jetzt noch bis weit nach Mitternacht vor der Lieblingsbar mit Freunden oder Kollegen zusammensitzen, statt alleine auf dem Sofa. Die Nacht wird zum Tage und während in der Stadt bis Sonnenuntergang gähnende Leere herrscht, überfluten die Menschen nach Einbruch der Dunkelheiten die zahlreichen Lokalitäten.

Was in südlicheren Teilen Europas in den Sommermonaten als normal gilt, muss hier in jeder freien Minute ausgenutzt werden. Da liegt man auch mal gute acht Stunden in der prallen Sonne, wie die Eidechse auf dem heißen Stein und riskiert einen mehr roten als rosa Teint am ganze Körper. Argwöhnisch wartet man ja nur darauf, dass es von einen auf den anderen Tag wieder vorbei ist mit dem Sommer, die Temperaturen wieder auf die gewohnten 19 Grad absinken und die Sonne auf der Wettervorhersage ein seltener Gast bleibt. Natürlich gibt es auch, wie kann es anders sein, viele Stimmen die sich über diese „unerträglichen Zustände“ beschweren. Allerdings ist es denen sowieso immer zu warm, zu kalt, zu grau, zu sonnig, zu nass oder zu trocken. 

Ich für meinen Teil genieße das Gefühl twenty-four-seven vor einer Infrarotlampe zu sitzen und hoffe dieser „Indian Summer“ bleibt uns noch für mindestens weitere 3 Wochen erhalten.

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