local market

by Sophi


Samstagmorgens, halb elf, auf dem Marktplatz. Der „Place to be“. In neunundneunzig Prozent der Fälle findet man mich hier an einem der zahlreichen, farbenfrohen Stände. Mal ausgeschlafen und fein zurechtgemacht, vollkommen overdressed, wie viele vielleicht denken würden oder hinter einer Sonnenbrille versteckt, mehr körperlich als geistig anwesend, in Folge einer durchzechten Freitagnacht. Wer feiern kann, kann auch... wobei sich an der Größe der Sonnenbrille in der Regel auch das Ausmaß der Verwüstung dahinter erahnen lässt.

Von Mai bis September ist der Anblick, der sich auf dem kleinen Platz bietet, meiner Meinung nach am prachtvollsten. Wenn die Tische sich unter den Massen von Waren biegen und der Palette an Farben keine Grenze gesetzt ist, das Ganze inklusive einzigartigem Open-Air Feeling.

Da dieser wöchentliche Ausflug für mich mehr Vergnügen als Pflicht ist, kann mich beim Schlendern durch das kleine Labyrinth an Marktständen nichts aus der Ruhe bringen. Mit umso größerer Faszination lassen sich währenddessen kleineren oder größeren Dramen beobachten, die sich dort abspielen. So kommt es des öfteren vor, dass die Golden Girls in der Front Row lautstark das Diskutieren anfangen, wer denn nun als Nächster an der Reihe sei. Da sollte man doch meinen, gerade die Damen der früheren Generation seien geübter, was das Thema Gelassenheit angeht. Aber vielleicht ist der Marktbesuch auch nur die erste Etappe auf dem anstrengenden Weg ihres Samstag-Marathons durch das „Städle“. 

Ich für meinen Teil schleppe nach Beendigung meiner Tour, vollbepackt wie ein Sherpa, die ergatterte Beute nach Hause, wobei ich gestehen muss, dass die Schale Himbeeren den Einkauf selbst nie überlebt.

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photos by Milon Quayim