flowerbomb

by Sophi


Vor kurzem kam es bei einem ganz spontanen Cafétreff zu einer kleinen aber nicht unbedeutenden Diskussion darüber, ob man sich heutzutage überhaupt noch Blumen schenke, wobei ein Großteil der Runde, vor allem auf männlicher Seite, die Meinung vertrat, alles altmodischer Schnickschnack, da mache Pralinen verschenken ja noch mehr Sinn. Dazu kann ich nur sagen, dass Blumen zunächst einmal um einiges schöner anzusehen sind als eine Packung Lindt-Schokolade mit oder ohne Schleife, ihre Haltbarkeit um einiges länger ist (die Pralinen erleben den nächsten Morgen mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht) und sie im Nachhinein kein schlechtes Gewissen verursachen. Wie ein guter Freund von mir immer zu sagen pflegte: „ Vergiss nie, one moment on the lips, forever on the hips.“ 

Meiner Meinung nach ist das Schenken von Blumen bis heute eine der schönsten Formen, einer anderen Person seine Zuneigung zu zeigen, egal ob in freundschaftlichen, familiären oder Liebesangelegenheiten. Und das nicht zum Geburtstag, Jahrestag oder womöglich am Valentinstag, den man am besten ignorieren sollte, wie ich finde ( Vorsicht Männer, viele Frauen feiern diesen Tag wie einen nationalen Feiertag, deshalb um euer körperliches und seelisches Wohl, tragt den 14. Februar sogleich in euren Terminkalender ein ). 

Als nächstes kam es natürlich zu der Frage, welche Blumen man denn schenken solle, da es am Ende sowieso immer die Falschen seien, was dann wiederum zu nur noch mehr Drama, Drama, Drama führe. Auch hier muss ich widersprechen, gefreut wird sich natürlich über jede Blume, es geht ja schließlich um die Geste. Wobei ich natürlich sagen muss, dass Lilien stark an traurige Anlässe erinnern, rote Rosen total klischeebehaftet sind, mit Tulpen konnte ich persönlich noch nie etwas anfangen, außer vielleicht mit Papageientulpen, aber das führt dann vielleicht doch zu weit. Aus dem Garten der Mutter rausgerissen kommt auch nicht sonderlich gut oder noch schnell von der Tanke auf dem Weg zur Liebsten, dann vielleicht doch lieber Schokolade. Im Endeffekt gibt es nichts schöneres als Pfingstrosen, egal welche Farbe, aber eigentlich am Liebsten in rosarot. Also alles gar nicht so kompliziert, wie Man(n) immer behauptet. 

Was jedoch viel wichtiger ist, ist die Bedeutung des „Blumenschenkens“ im übertragenen Sinne. Viel zu selten sagen wir uns heute, was wir am anderen schätzen oder wenn uns mal wieder aufs neue auffällt wie wundervoll und großartig eine Person für uns ist. Worte dieser Art kann man gar nicht oft genug aussprechen oder zu Ohren bekommen. Balsam für die Seele. Genauso sollten man die „Blumen“ dann auch annehmen, dankbar und keinesfalls als selbstverständlich. Deshalb mein Aufruf: Schenkt mehr Blumen! Egal ob verbal oder in Form eines Straußes rosaroter Pfingstrosen.

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