in technicolor

by Sophi


Kreativität und der damit oft verbundene Drang sich künstlerisch auszudrücken, ganz gleich ob in Form von Worten, Bildern, Musik oder auf eine abstrakte Art und Weise, findet ihren Ursprung meistens in einem zarten Kuss seiner ganz persönlichen Muse. Ein Kuss, der für einen Moment alles in Vergessenheit geraten lässt und eine unglaubliche Energie freizusetzen scheint, die uns schneller laufen, höher springen und weiter denken lässt. 

Eben diese Muse ist oftmals nicht ganz einfach zu finden, meistens trifft man sie ganz unerwartet. Wie aus dem nichts steht sie dann plötzlich vor einem und haucht dir einen sanften Kuss auf die Wange. So sagt man, dass vor allem das heute so verwerfliche „süße Nichtstun" oder das noch viel „schlimmere Tagträumen“ die gesunde Beziehung zu seiner Muse fördern sollen. Hingegen können Stress, Hektik und Druck von außen sogar zu einer kurzzeitigen Blockade dieser Brücke in die wundervolle Welt der Kreativität führen, in der Farben, Formen, Wörtern und seiner Fantasie keine Grenzen gesetzt sind. Wo die normalen Gesetze und Regeln des Alltags nicht mehr gelten und du ganz alleine festlegst was möglich ist und was nicht.

Verlässt uns unsere Muse jedoch, zum Beispiel unter eben beschriebenen Umständen, nimmt die Welt um einen herum schnell einen grauen, tristen Farbton an und auch wir selbst fangen an uns unausgefüllt und lustlos zu fühlen. Da kann man noch von Glück reden, wenn sich die Dürrephase nur auf geistiger Eben abspielt. 

Auf lange Sicht sollte man den Ursachen jedoch auf den Grund gehen und versuchen die Beziehung wieder zum Laufen zu bringen, frischen Wind reinzulassen, den Kopf frei zu bekommen, alles stehen und liegen lassen und somit die Gunst der Muse wieder zu gewinnen. Ab und an auf „schwarz/weiss“ zu setzen mag sicher nicht verkehrt sein aber letztendlich ist die Welt „in technicolor" eine ganz wundervolle Sache.

 

   

 

 

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Photos by Kai Knoerzer